Thüringen
Wo alles anfing
In Thüringen realisieren wir Anlagenbau und Forschung zur energetischen Verwertung von Biomasse — vom Sitz in Jena aus.
Thüringen
In Thüringen realisieren wir Anlagenbau und Forschung zur energetischen Verwertung von Biomasse — vom Sitz in Jena aus.
Sachsen
Am Standort Zwickau arbeiten wir an digitaler Messtechnik und Steuerung für Biogasanlagen.
Ukraine
Gemeinsam mit der GIZ bauen wir in der Ukraine dezentrale Module für eine widerstandsfähige Energieversorgung auf.
Malaysia
In Malaysia verbinden sich Anlagenbau und Forschung: eine Monovergärungsanlage im Betrieb, dazu Forschungstechnik an der Universität.
Thüringen
Anlagen
Für einen energieautarken Betrieb bauten wir die kommunale Abwasserbehandlung in Jena um. Diese Optimierung senkt den Energieverbrauch der Anlage.
Die erste energieautarke Kläranlage im ZIM-Netzwerk „Plus Energie Kläranlage“ haben wir entwickelt und betrieben.
In Pößneck erzeugt unsere PAD-Technologie in der 0,5-MW-Klasse Energie. Zusätzlich verbessern eigens entwickelte Zuschlagstoffe die Qualität des Klärschlamms.
Durch ein Repowering steigerten wir die Effizienz einer Nassfermentationsanlage der 12-MW-Klasse in Saalfeld. Die Überarbeitung verlängert zugleich die Lebensdauer der Anlage.
Die Trockenfermentation in der 12-MW-Klasse optimierten wir am Standort Schmölln. Unsere Anpassungen erhöhen Produktionskapazität und Effizienz.
Forschung
Zur Optimierung von Biogasanlagen konstruierten wir eine Testanlage auf der Basis von Perkolationscontainern. Die Versuche dienen der besseren Ausnutzung von Substraten.
Anaerobe Systeme überwacht ein DNA-basierter Schnelltest aus eigener Entwicklung. Das Verfahren sichert die Prozessstabilität und erhöht die Effizienz.
Eingriffe in die mikrobielle Population verändern die Abläufe in anaeroben Prozessen. Diese Modifikation haben wir erforscht — sie steigert die Biogasproduktion.
Seit 2017 untersuchen wir die energetische Nutzung stickstoffreicher Wirtschaftsdünger. Im Fokus der Versuche steht die Vergärung von Geflügelmist.
Biologisch abbaubare Kunststoffe sollten stofflich oder energetisch verwertet werden. Dafür planten wir Versuchsanlagen und untersuchten Vorbehandlung, Hydrolyse und Anaerobstufe.
Sachsen
Intelligente Gasmess- und Steuerungssysteme optimieren die Energieerzeugung in diesem abgeschlossenen EFRE-Vorhaben. Eingeführt haben wir sie für eine präzisere Prozessführung.
Als mobiles Containersystem erhebt unsere Bioraffinerie Daten direkt vor Ort. Daraus lässt sich die technische und wirtschaftliche Tragfähigkeit einer Anlage oder Umrüstung beurteilen.
Ukraine
Fünf BIOPOWER-Anlagen verwerten in der Ukraine lokale Bioabfälle zur dezentralen Energieversorgung. Wir schulen zudem ukrainische Fachkräfte und bringen das Wissen in die universitäre Lehre.
Malaysia
In der 900-kW-Klasse arbeitet die Anlage, die wir in Malaysia gebaut haben. Als Substrat dient zu 100 Prozent Hühnertrockenkot.
Lokal verfügbare Biomasse untersucht die Universiti Kebangsaan Malaysia mit unserem Forschungscontainer. Die Einrichtung unterstützt die Verfahrenstechnik vor Ort.
Forschungsvereinbarungen mit der Universiti Kebangsaan Malaysia bilden seit 2014 die Basis für den Wissenstransfer. Das dortige Biogas Technology Cockpit entstand mit malaysischen und deutschen Partnern.
Ob Anlage, Forschungsvorhaben oder Markteinführung: Wir klären, welche technische Lösung und welcher Projektzuschnitt passen.
Kontakt aufnehmenDigitalisierungszuschuss EFRE 2021–2027, Sächsische Aufbaubank (SAB): Die Zuwendung wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung gestellt. Vorhaben: „Digitale Transformation der Biogasbranche: Einführung von intelligenten Gasmess- und Steuerungssystemen für eine optimierte Energieerzeugung und -nutzung“, Vorhabensnummer 100712013, Vorhabensort Zwickau. Begünstigter: Bio-H2 Umwelt GmbH.
Ziele und Ergebnisse: Ziel war es, manuelle Prozesse der Biogasproduktion durch automatisierte, digitale Lösungen zu ersetzen — für eine präzisere Energieerzeugung, geringere Betriebs- und Wartungskosten und weniger Emissionen. Umgesetzt wurden eine mehrstufige KI-Steuerung, die Substrat- und Hilfsstoffdosierung anhand von Temperatur, Druck und Gaszusammensetzung laufend anpasst, eine Havariesoftware mit Notabschaltung und Zwei-Wege-Authentifizierung sowie eine Bilderkennung zur Überwachung der Fermentation. Ergebnis sind Echtzeit-Datenerfassung statt verzögerter Reaktion, eine störungsfreiere Produktion mit höherer Energieausbeute, geringerer Ressourcenverbrauch und ein deutlich verbesserter Schutz vor Cyberangriffen. Das Vorhaben ist abgeschlossen.
Freistaat Sachsen (COCKPIT EXPLORER): Diese Maßnahme wird mitfinanziert aus Mitteln der Europäischen Union und durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts. Begünstigter: Bio-H2 Umwelt GmbH.
Ziele und Ergebnisse: Ziel des Vorhabens war die Markteinführung eines mobilen Containersystems, das biogene Rohstoffe direkt vor Ort nach VDI 4630 analysiert und den Prozess KI-gestützt steuert. Bisher mussten Proben in externe Labore gehen, was Planungen verzögerte und verteuerte. Umgesetzt wurden die Vor-Ort-Analytik mit parallel geführten Proben, eine automatisierte Prozesssteuerung und die Auswertung, aus der sich die Machbarkeit einer Anlage beurteilen lässt. Ergebnis ist eine deutlich verkürzte Prozessanalyse bei höherer Messgenauigkeit, ein geringerer Planungsaufwand für Neuanlagen und die Umrüstung bestehender Anlagen sowie qualifizierte Arbeitsplätze am Standort Sachsen. Das Vorhaben ist abgeschlossen.
Projekttitel: Intensivberatung und Prozessbegleitung durch Unternehmensberater/in
Begünstigter: Bio-H2 Umwelt GmbH
Projektbeschreibung: Im Rahmen der Beratungsrichtlinie des Freistaates Thüringen erhält unser Unternehmen eine Förderung für Beratungen und Prozessbegleitungen. Diese unterstützen Strategien zum Aufbau und zur nachhaltigen positiven Entwicklung und Sicherung von KMUs. Die daraus resultierenden Ergebnisse und Handlungsempfehlungen werden in einem Beratungsbericht festgehalten. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und aus Mitteln des Freistaats Thüringen.